Okinawa Kobudo

Das Okinawa Matayoshi Kobudo wurde im 20. Jahrhundert von Matayoshi Shinpo entwickelt.


Shinpo Matayoshi

Shinpo Matayoshi wurde am 27. Dezember 1921 geboren. Sein Training begann er unter der Anleitung seines Vaters Shinko Matayoshi und im Alter von sieben Jahren beherrschte er bereits fünf Katas.
1928 traf Shinpo Matayoshi Meister Chotoku Kyan und lernte von ihm Karate.
Danach folgten die Karatemeister Go Genki, Seiko Higa und Chojun Miyagi.

Nach dem Tod seines Vater 1947 führte Matayoshi Shinpo das Erbe seines Vater fort und gab von da an Unterricht im Kobudo.
So lehrte er ab 1960 Kobudo in Meister Higas Dojo und gründete zehn Jahre später die Kobudo Vereinigung "Ryukyu Kobudo Renmei", welches das authentische Kobudo auf der ganzen Welt lehrt.

Im Jahr 1960 eröffnete Matayoshi, zur Erinnerung an seinen Vater, sein eigenes Dojo mit dem Namen "Kodokan"

Als einziger Okinawner und einziger Kobudo-Meister Okinawas wurde Matayoshi in den Dai Nippon Butokukai aufgenommen und 1987 verlieh ihm die kaiserliche Hoheit Higashi Fushimi Jigo den 10. Dan.
Bald organisierte die DNBK Reisen für ihn, um die Kampfkünste weltweit zu verbreiten.

Bis kurz vor seinem Tod am 7. September 1997 unterrichtete Matayoshi Shinpo Kobudo in seinem Dojo in Naha und übte täglich für sich selbst.

Matayoshi Shinpo wird heute noch als einer der größten Kobudo-Experten betrachtet.

 
Die Besonderheiten des Okinawa Kobudos

Ein besonderes Merkmal ist der richtige Gebrauch des Körpers und die Übertragung der Energie, um die Bewegung am Endpunkt rationell, schnell und effizient werden zu lassen. So legt das Okinawa Kobudo vermehrt Wert auf einen äußerst fließenden Übergang zwischen den einzelnen Techniken.
DIe Art und Weise der Griff- und Handhabung der Waffen bei Verteidigungen und Angriffen ist einzigartig und sie werden nach wie vor so geübt, wie sie traditionsbewusst überliefert wurden.

Gelehrt werden in der Kampfkunstschule Kodokan der Umgang mit dem Bo, Tonfa, Sai.